Eine Beförderung ist kein Anspruch, man muss sie sich verdienen. Ihre Karriere entsteht nicht von selbst, man muss sie aktiv gestalten.

von | März 16, 2026

Wer mehrere Jahre im selben Unternehmen tätig ist, entwickelt ganz natürlich den Wunsch nach dem nächsten Karriereschritt oder einer Beförderung. Dieser Ehrgeiz ist gesund. Er fördert die Motivation und gibt dem täglichen Engagement Sinn.

Gleichzeitig ist es wichtig, sich eine manchmal unbequeme Realität vor Augen zu führen: Eine Beförderung erfolgt weder automatisch noch steht sie einem zu. Sie werden dafür bezahlt, Ihre Arbeit gut zu machen. Das ist die Grundvoraussetzung, nicht das Unterscheidungsmerkmal.

Bei Entscheidungen über Beförderungen schauen Managerinnen und Manager zuerst auf die, die sich besonders abheben. Dabei zählen nicht nur Zahlen, sondern auch:

  • Eigeninitiative;
  • die Fähigkeit, über den eigenen Aufgabenbereich hinaus zu handeln;
  • freiwilliges Engagement in bereichsübergreifenden Projekten;
  • positiver Einfluss auf Teams und Organisation.

Das, was oft als die «Extra-Meile» bezeichnet wird, ist weder ein Mythos noch eine Frage von Überstunden oder Präsenz. Vielmehr ist es eine Frage der Einstellung. Es geht darum, sich ein paar einfache Fragen zu stellen:
Was kann ich zusätzlich zu dem tun, was von mir erwartet wird? Welche Lücke kann ich schliessen? Wem kann ich helfen? Bei welchem Thema kann ich mich einbringen, um Mehrwert zu schaffen?

Unlängst kam dieses Thema bei einem Mittagessen mit dem Leiter eines Schweizer Unternehmens zur Sprache. Er äusserte sein Unverständnis darüber, dass viele Mitarbeitende keine Lust hätten, über ihre Rolle hinaus tätig zu werden oder sich neuen Herausforderungen zu stellen. Er stellte einen Mangel an Eigeninitiative fest, obwohl diese ein starker Hebel für die berufliche Weiterentwicklung sein könnte.

Er erzählte beispielsweise von einem Mitarbeiter, der eine der Landessprachen nicht ausreichend beherrschte und sich trotzdem nicht wirklich darum bemühte, dies zu ändern. Und das, obwohl klar war, dass diese Kompetenz für seine zukünftige Entwicklung entscheidend war. Und von einem anderen, der noch keine zwölf Monate im Unternehmen tätig ist, gute Arbeit leistet, aber bereits seine nächsten Karriereschritte besprechen möchte.

Unser Gesprächspartner meinte, die Schwierigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen, liesse sich teilweise durch das Fehlen klarer kurz-, mittel- und langfristiger Ziele erklären. Ohne Vision sei es schwierig, sich gezielt anzustrengen und die Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, die es braucht, um voranzukommen.

Selbstverständlich liegt die Verantwortung für die eigene Karriere in erster Linie bei einem selbst. Man hat sie selbst in der Hand. Dabei darf man aber auch nicht die Verantwortung des Arbeitgebers vergessen. Dieser sollte regelmässige Gespräche über die beruflichen Ziele ermöglichen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, bereichsübergreifende Projekte unterstützen und Eigeninitiative konkret anerkennen.

Beruflicher Aufstieg ist nicht garantiert, nur weil man lange im Unternehmen ist. Er ist das Ergebnis von Zielsetzung, vorausschauender Planung und sichtbarem Engagement.

Gute Arbeit wird vorausgesetzt. Wer mehr leistet, wird bemerkt.

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